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--- gw/  philosophische GEBETE   gw 26.10.2020 - Gebet, Bernau
     
     
  gw /  EIN PHILOSOPHISCH-POLITISCHES GEBET IN DIESEN TAGEN KÖNNTE LAUTEN : 
 
 
 
 
 
 
 

Die wir Dich, das alles umfangende DU,
auf das wir unsere Herzen hingespannt finden,
´Gott´ nennen,  ja: ´Vater´…!

/ oder Jahwe oder Allah oder so oder so zu erspürende göttliche Energie  …

.

Wir leben in Welt- und Lebensgefügen, an deren Unübersichtlichkeit nicht wenige ständig basteln – gespannt zwischen persönliche Vorteilsnahmen, hypertrophierte Machtgelüste und  produktiven Gestaltungswillen . . .

Und wir finden uns  als Glieder menschlicher Generationenketten, die sich meistenteils fatalen Spagat-Praktiken  zwischen Selbst- und Fremd-Bestimmung verpflichtet und diese oft und oft so sehr überreizt haben, dass sie darüber ihre Fähigkeit zum aufrechten Gang in so manchen kulturellen Untergang hinein einbüßten. . .

Unserer Endlichkeit und bevorstehenden Veränderungsstrudeln schauen wir so ungern ins Auge, dass wir uns u.U. nurmehr hilflos angstvoll auf jede Scheuklappe und Einsage fixieren, die man uns anbietet. . .  –  oft lange unfähig zu sehen, wie sehr wir uns selbst und einander darüber nur verlieren   k  ö  n  n  e n . . .

Die Flucht in die Illusion von Einlinigkeit und paternalistischem Gelenkt-Werden scheint dann unsere Ängste einhegbar werden zu lassen  –  und wir tauschen  – unaufhebbar zu Lasten   a l l e r  (!) –   jene   H e l l h ö r i g k e i t, zu der uns unsere Ängste in unsere Begabungen hinein rufen,  gegen eine   H ö r i g k e i t   voller aggressiver Fremdbestimmungs-Ansprüche . . .

.

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Dabei wissen wir,

wann immer wir uns wieder und wieder durch das unversiegbare DU,  das Du uns bist,  berührt fühlen:

.

Fleisch gewordenes Wort ins Gehör dieser Welt sind und bleiben wir von Dir her ohne Wenn und Aber  –

Wort Deines umfassenden Geistes,  der in uns atmet, uns  anregt und heilt,

wann immer unsere Würde uns selbst und anderen unwichtig zu werden droht …

In  DIR  sind wir unaufhebbar  G e h ö r t e  –  G e m e i n t e  –  und über die Einmaligkeit eines jeden Einzelnen wie den Zusammenklang alles Existenten:    B e a n t w o r t e t e

–  unsererseits zum Hören und  Antworten jeweils ganz und gar einmalig    B e f ä h i g t e   und   G e r u f e n e. . .

.

So   n ä h r e   denn  

– das erbitten wir in diesen Tagen kaum vorstellbarer Entgleisungen unserer weltweiten System-Walter mit wachsender Dringlichkeit –  

so nähre aufs Kräftigste unseren   M u tuns der weltweit immer wahnhafteren Kontroll- und Steuerungs-Wut all derer zu widersetzen, die sich    – ebenso angstvoll wie hybrid –   an tendentiell unendliche Normierungen verlieren. . .

–    weil angeblich mal dieser, mal jener zum Menetekel erklärten Gefahr nur mit Hilfe außergewöhnlich weiträumiger  Maßnahmen entgegenzuwirken sei. . .

–    und weil angeblich verschiedenste Globalprobleme nur weltweit angegangen werden könnten mit entsprechend autoritativem Durchsetzungspotential. . .

. . . –   um die erforderlichen Überlebens-Disruptionen ins Werk zu setzen durch diejenigen, deren bereits längst überbordender Reichtum sie als ´rettungs´-befähigt und -berufen auswiese. . .   ?

–  welch aberwitzige Logik . . .  !

Vor irgendeiner Form von Ende bewahr- oder rettbar ist  –  wir wissen es alle erfahrungssatt –   doch immer nur etwas in seinem aktuellen Bestand unmittelbar auflösendem Zugriff Entziehbares . . .  !

Nichts Großräumiges unterläge je  einer derartigen menschlichen  Verfügung. . .   –  auch wenn wir uferlos in alles irgendwie Erreichbare aneignungshalber hineinzugreifen uns erdreisten. . . !

.

.

Erneuere deshalb   – so bitten wir –   unser aller Sensorium für die Einsicht, dass  n i c h t s,  aber auch gar nichts im gesamten Universum  ´d i e   Welt´  außerhalb seiner jeweiligen unmittelbaren Existenzform ´führt´, ´managt´, ´regiert´, ´beherrscht´  . . .  !

.

A l l e s     a n t w o r t e t

in jeweiliger Nachbarschaft   a u f e i n a n d e r,

– einzeln wie in Verbünden, . . .

. . .  –  der Mensch allein in irriger Selbstüberhebung als vermeintlich fortprägend Erzwingungs-´Berufener´  –

 

. .  A l l e s    findet und verliert demgegenüber jedoch . . .

. . . teil- und verbindbare ´Blick´- & Existenz-Richtungen. . .

. . . und bringt sich und das jeweils andere auf diese Weise zu Mal für Mal so oder so strahlender,  sowie so oder so begrenzter und  befristeter Existenz. . . !

 In vielfältig wechselseitiger Anregung und Verständigung findet   a l l e s   seine Ausdehnung wie seine Beengung  und damit   s e i n e    Z e i t . . . !

Und es ist gewiss am wenigsten die diesem je zuwachsende Zeit, die irgendetwas Existentem seine spezifische Bedeutung verleiht. . .  !

.

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So lehre uns denn,

u n s e r e   A n g s t   i h r e   D u n k e l h e i t

v e r l i e r e n   z u   l a s s e n  – 

. . .über unserem vielfältig leuchtenden Beseeltsein durch alles,  was  als Leben und Gerufen-Sein auf uns zukommt, uns ruft,  beantwortet und die Hände reicht,

. . . auf dass wir bewegender Freude und großem Wohlgefallen am aus sich heraus Möglichen  täglich den neuen Raum lassen und schaffen, der uns trägt. . .

–   statt am verordnet und angeblich ´rettend´ Unvermeidlichen verdorren zu müssen . . .!

.

Lass  uns neu entdecken lernen,  wie sehr wir in die Irre gehen und Leid und Erzwingungsmentalität säen  –  statt Kraft, Mut, echte Hilfe und warmherzige Verbundenheit. . . ,

. . . w e n n    w i r

– nicht anders als spätestens seit Monaten die System-Walter dieser Erde –

in unbegreiflichem Umfang  aufs    B e  k ä m p f e n    von Viren  und straftbewehrt erzwungene Verhaltensweisen setzen zu müssen meinen. . .

. . .   –  da ja so vieles, und insbesondere die Corona-Problematik,  immer brennender das Leben auf unserem Planeten ganz fundamental bedränge . . .

  –   in Teilen gewiss tatsächlich, nicht selten aber auch in zumindest so nur vorgeschobener und behaupteter Weise . . .     !

.

In blinder Fixierung auf Trigger X klettern wir dann in die Hamsterräder vorgeblich immer umfassenderer Weltaufgaben und lassen uns einspannen in die Egotrips derer, die niemandem das Seine zutrauen. . .

–   sich selbst aber noch die hochgegriffendste Lenker/innen-Rolle. . . ?!

.

.

So rüttle uns denn, der Du ja in uns atmest, . . .

. . . wann immer  vereinzelt in unseren Blick geratende Frage-Sternschnuppen unseren Weg kreuzen,  . . .

. . . Mal für Mal unverschüttbarer wach und belebe die je einmalige Durchdringungskraft und Stärke, die Du Deiner Schöpfung in allem  Existenten zugedacht hast und wecke, was alles seit Anbeginn zutiefst in sich weiß :

nur in wechselseitiger Anregung und Verständigung,  in allseitig immerwährend hochlebendigem Verstehen-Lernen gelingen uns schließlich  jene unverzichtbar kleinteiligen Ballancen und ihre uneitle Zusammenführung,. . .

. . . in der noch die scheinbar bescheidenste Schwingung im gesamten Universum den ihr zugänglichen und das Ganze nicht beiläufiger mitprägenden Platz findet   –   als jede andere. . .

.

DU,  der sich selbst nach biblischer Überlieferung einst ´Jahwe  – Ich bin der Ich bin´  nannte,  . . .

. . . Du brennst, aber Du verbrennst nichts  –   nichts von so ins Große gedachter Allmachtsvorstellung macht Dich aus. . . ! 

Du bist einfach da   –  als das Bewusstsein schaffende und verbindende, allumfangende und belebende DU  in und zwischen allem Existenten. . .

Seit je schöpfst Du unsere Welt  –  in unablässigem Dich-Zuschwingen auf die unzähligen Spiele immer neuer Verbundenheiten, Wandlungen und Wiederauflösungen von Geist und Materie. . .

–  und alles Existente schwingt allzeit mit Dir wie wie miteinander . . .

. . . und überall da auch gegen Dich und Seinesgleichen,  wo der Sinn für die Würde alles Existenten unentdeckt blieb oder verloren wurde. . . !

.

Und so lehre uns denn,  die Wunder unseres Werdens und Vergehens wie des Werdens und Vergehens alles Existenten mit neuer Intensität zu schätzen, hierauf unser Lernen und Interagieren zu konzentrieren. . .

. . . und allem ausbeuterischen und digitalo-kratischen Erzwingen-Wollen die unerlässliche Absage zu erteilen !

.

Belebe   – so bitten wir eindringlich –   unser aller tagtäglich aufwändigst verdrängtes Gespür und unsere Hellhörigkeit für alles Manipulative, . . .

. . . so dass wir uns zwischen  autoritativer Verführung und aktuell sogar täglich unfassbarerer Lüge . . .

. . . Schritt für Schritt wieder mehrheitlich neu diskursiv und voll weit ausschwingender Lebensfreude

–   so erinnerungsreich wie tief dankbar   –

im   W a h r e n   v e r o r t e n   lernen . . . !

.

A M E N

 

 

luegfrei

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