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BEGRIFFSANALYSE

 

·        Besonders erforderlich in Teil 1.2. von Erörterungsaufsätzen!

Ziel:

das Bedeutungsspektrum eines Begriffes ausleuchten, um

a)       klar und prägnant (einprägsam) mit der geeigneten Begriffsbedeutung argumentieren  (begründet eine Meinung vertreten)  und

b)       eine bestimmte Begriffsbedeutung/-verwendung problematisieren (als fragwürdig erkennen und darstellen) zu können!

 

 

 

 

 

Verfahrensschritt 1:

 

·        Soweit möglich, der vorliegenden Wortbildung die Bedeutungsgehalte der Wortteile entnehmen, aus denen der Begriff gebaut ist!

 

a)       unmittelbare Teilwort-Bedeutungen 

b)       mittelbare Teilwort-Bedeutungen im Zusammenhang: 

     b1)  der Wortfelder, denen die einzelnen Teilworte angehören

     b2)  der Begriffs- und Gefühlsassoziationen, die diese Teilworte auslösen

 

>> Aus den Ergebnissen dieser Abklärung:

Gesamtbegriffs-Bedeutung konstruieren/erschließen  =  vorläufig definieren

 

 

 

Verfahrensschritt 2:

 

·        Verwendungszusammenhänge suchen, die Aufschluß über das Bedeutungs-Spektrum des fraglichen Begriffes geben! 

·          In welchen Lebensbereichen kann man auf welche Sätze stoßen, in denen der fragliche Begriff verwendet wird?  -  Sätze auflisten!

·          Welche Begriffsbedeutungen lassen sich definitorisch aus diesen Sätzen herausfiltern?  -  Definitionen herstellen und auflisten!

·          Wie lassen sich diese unterschiedlichen Begriffsbedeutungen optisch ins Verhältnis setzen? -  Baumschema  zeichnen!!

 

>> Aus den Ergebnissen dieser Abklärung:

1.        text-analytisch entscheiden, welche Begriffsbedeutung  in der vorliegenden Äußerung denn nun gemeint ist !!  -  notieren!

2.       sich klar werden darüber,  wie man selbst zu der da vorliegenden Begriffsverwendung/der in ihr sich spiegelnden  Einstellung/Lebenshaltung/Weltsicht steht! -  notieren!

 

 

 

 

Verfahrensschritt 3:

 

 

·         Bedeutungen eingrenzen durch die Suche nach geeigneten Abgrenzungs-Begriffen

a)     Oppositions-Begriffen

b)    Teil-Synonymen  (auch aus anderen Idiomen (= Gruppensprachen) und Idiolekten (= Individualsprachen))

c)     Nachbarbegriffen,  die ein anderes Segment (Ausschnitt) des Bedeutungsspektrums des da angesprochenen Sachverhalts oder einen  verwandten Sachverhalt ausleuchten.  -   jeweils auflisten u. u.U,. Baumschema anlegen

>>   Aus den Ergebnissen dieser Abklärung:

die oben (Schritt 2) gewählte Begriffsbedeutung näher charakterisieren!

 

 

 

Verfahrensschritt 4:

 

 

·       Die emotionalen Wertigkeiten, die bei der Verwendung des fraglichen  Begriffs  eine Rolle spielen, bewußt machen!

·       Wer faßt den Begriff u.a. emotional wie auf?

·       In welchem Zusammenhang jeweils?

·       Aufgrund welcher Erfahrungen + Weltbilder/ Einstellungen?

 

>>   Aus den Ergebnissen dieser Abklärung:

die oben (Schritt 2) gewählte Begriffsbedeutung nochmals näher charakterisieren!