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KREATIVES 

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INTERPRETIEREN: .

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>>>         V o r  dem Schreiben:

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1.  INTERPRETATIONSTHESE (=auf welche Haupt-Erkenntnis läuft der Text hinaus?) gedanklich erarbeiten

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2.  diese These auf gesondertem Blatt als eine Art ´Orientierungs-Leuchtturm´ notieren!

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3.  eine zu Aufgabenstellung und gefundener Interpretationsthese schlüssig passende ERZÄHLIDEE entwerfen + ebenfalls auf einem gesonderten Blatt notieren:

- inhaltlich

- erzähltechnisch

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4.  für die Wahl einer geeigneten ERZÄHLTECHNIK gedanklich genau abklären, was deren Merkmale sind, um diesen dannn auch gerecht werden zu können!

 

...also das Folgende abklären:

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zentrale epische Möglichkeiten:

 

auktoriales erzählen

personales bis multipersonales erzählen

ich-erzählung

erlebte rede ///

innerer monolog ///

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Genau abklären, wie man:

o         auktorial erzählt:

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·          auktorialer Erzähler aus einer übergeordneten, allwissenden Perspektive eingreifender Erzähler [<lat. auctor „Vermehrer, Urheber”]

[ graue arial-passagen= teachsam.de                                          ]

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o         eine personale Er-Erzählung baut:

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·        Personales Erzählen, auch: personale Erzählperspektive, personale Erzählsituation;

o       epische Darstellungstechnik der Er-Erzählung;

o       konstante Erzählperspektive;

o       Innensicht in Form des "showing", d.h. der Erzähler bzw. die Erzählinstanz mischt sich kommentierend nicht ein - vgl. Perspektivfigur, auktoriales Erzählen, neutrales Erzählen 

Beispiel: Antonia wartete im Restaurant auf ihren Freund. Wenn er mich wieder versetzt, dann..., schoss ihr durch den Kopf. Sie bestellte sich einen Kaffee und blickte zur Tür. Das wird er nicht wagen! Dabei überlegte sie, was sie ihm sagen würde, wenn er jetzt im Lokal erschiene.

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o         in Ich-Form erzählt:

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·        Ich-Erzählsituation, auch: Ich-Erzählperspektive; epische Darstellungstechnik;

o       perspektivische Ich-Erzählung; Innensicht auf den Ich-Erzähler beschränkt; mit kommentierender Einmischung des Ich-Erzählers (auktoriales Erzählen) (telling);

o       mitunter durch zeitliche bzw. situative Distanz zwischen sich erinnerndem (auch: erzählendem) und erinnertem (auch: erlebendem) Ich Hervorhebung der Distanz (zweischichtige Ich-Erzählung)

Beispiel: Als ich auf das Restaurant zuging, konnte ich in meiner grenzenlosen Naivität damals noch nicht wissen, dass ich wieder versetzt werden würde.

 

o         besondere Erzählformen einsetzt:

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*     den inneren Monolog

Darbietungsform des Erzählens;

1. (ersatzweise auch 2.) Person Indikativ Präsens;

 Innensicht ohne kommentierende Einmischung des Erzählers bzw. der Erzählinstanz;

sowohl in vollständiger oder unvollständiger grammatischen Form;

unbeschränkte Zeichensetzung, aber ohne Anführungszeichen.

Erzähler schlüpft in eine Figur hinein und versucht deren Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen wiederzugeben;

Erzähler während des inneren Monologs nicht mehr präsent vgl. erlebte Rede

 

Beispiel: Antonia wartete im Restaurant auf ihren Freund. Ob er überhaupt schon unterwegs ist? Bestimmt. Ich kann mir das gar nicht anders vorstellen. Sie bestellte sich einen Kaffee und blickte zur Tür.

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*     die erlebte Rede

Darbietungsform des Erzählens; auch: narrated monologue (Cohn 1978);

3. Pers. Singular Indikativ Präteritum;

Innensicht;

kommentierende Einmischung möglich;

meist ohne redeeinleitende Verben;

Erzähler schlüpft in eine Figur, um deren Gedanken und Gefühle eindrücklich wiederzugeben, ist aber noch als Erzähler spürbar. - vgl. Darbietungsform,

 
Beispiel: Antonia wartete im Restaurant auf ihren Freund. Sie bestellte einen Kaffee und blickte zur Tür. Ob er sie wieder warten lassen würde. Das konnte, das durfte nicht sein. Nicht dieses Mal. Fünf Minuten später erschien er.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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5.  für das SCHREIBEN dann:  folgende BEWERTUNGSKRITERIEN beachten:

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Bewertungsinfo:  KREATIVES INTERPRETIEREN

 

= annäherungsweises Info über Leistungsanteile, kein Notenbrechnungsschema!

 

       

Name:

x

Klasse:

x

 

Thema X: 

 x

 

Inhaltliche Qualität

 

 

Methodik

Treffsicherheit

Ergiebigkeit

Schlüssigkeit

Stil

Gr/R/Z

1.    ist die gewählte Erzählhaltung im Sinne der Aufgabenstellung angemessen angesetzt und durchgespielt?

 

 

 

 

 

 

 

2.    sind die für die Themenstellung relevanten Original-Erzählgeschehenszusammenhänge hinreichend informativ aufgegriffen?

 

 

 

 

 

 

 

3.    und: sind die für die Themenstellung relevanten Original-Erzählgeschehens-

zusammenhänge angemessen bis originell in das wie auch immer erweiterte eigene Erzählgeschehen eingebaut?

 

 

 

 

 

 

 

4.       ist die da kreativ-interpretatorisch verfolgte Erzählidee in Entwurf und Umsetzung tragfähig?

  •  wirft sie ein aussagekräftiges Licht auf die hier vorgeführten Geschehensbeteiligten?

  • und/oder auf besondere Geschehenszusammenhänge?

 

 

 

 

 

 

5.       wie gut passt der getroffene Erzählzuschnitt (Erzähleinstieg + Erzählschluss) zur im vorliegenden Fall verfolgten Erzählidee?

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtnote  (nicht als unmittelbare Schnittnote zu verstehen!):

x

 

  

Kommentar:

 

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