http://www.fischmann.de/i-aktuell-d.htm?ak

Queller - Passpierre

Salicornia europaea

auch Glasschmelz

Der Queller, auch Meerfenchel, Meeresbohne oder Meeresspargel genannt, ist eine Pflanze der Dünen und Salzwiesen.

Man unterscheidet mehrere Formen, die sich aber alle sehr ähnlich sehen. Bei einigen Formen liegen die Stengel auf dem Boden, bei anderen können sie 5 bis 30 cm aufsteigen. Die Blätter sind zu winzigen Schuppen zurückgebildet, so daß die Pflanze eigentlich nur aus den dicklichen Sprossachsen besteht.

Der Queller nimmt aus dem Boden große Mengen an Salzen auf, deren Konzentration er im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen nicht regulieren kann.

Der Geschmack des Quellers ist leicht pfeffrig und paßt sehr gut zu vielen Fischgerichten. Dazu wird die salzreiche Pflanze blanchiert oder in der Pfanne kurz angebraten. Man kann sie aber auch roh als Salat essen.

Im Spätsommer und Herbst nimmt die Wildpflanze eine intensiv rote Farbe an.

Salicornia europaea kommt besonders an flachen Küsten der Nord- und Ostsee auf Schlickwatt in Massenbeständen vor. Er bevorzugt meist schlickigen, aber auch salzigen Sandboden.

Der Queller ist eine ausgesprochene Salzpflanze – er erträgt den höchsten Salzgehalt von allen Blütenpflanzen.

Die Asche von Salicornia europaea enthält 75% Kochsalz, 10% Kalium, Jod, Brom usw...

Der Queller kann aber auch stundenlang sehr trocken stehen und starke Sonnenbestrahlung ertragen.

 

 

http://www.baerbelmohr.de/magazin/beitraege/Meeresspargel.htm

 

Meeresspargel: Eine Lösung
den gegen Hunger in küstennahen Wüstengebieten?

 

 

Selbst wenn es nie regnet und es weit und breit keinen Nährboden gibt, wächst der Meeresspargel Salicornia bestens, solange er genügend Salzwasser hat.

Die Spitzen der salzig schmeckenden Pflanze schmecken als Gemüse hervorragend und enthalten viel Vitamin A und C, sowie viele Proteine.

Aus den etwa 20 cm langen Stängeln kann man

*   erst Öl pressen und sie dann zu

** Fischfutter,

** Spanplatten

** oder Briketts verarbeiten. Als Briketts verbrauchen sie sehr viel Kohlendioxid beim Verbrennen und wirken damit auch noch der globalen Klimaerwärmung entgegen. Im Grunde sollten wir hier in Europa damit heizen.

 


In Eritrea (Afrika) betreiben die Regierung und der US-Geschäftsmann Carl Hodges gemeinsam in der Nähe der Hafenstadt Massawa eine 2500 Hektar große Seawater Farm, in der der Meeresspargel angebaut wird.

http://www.sciam.com/1998/0898issue/0898glenn.html enthält allgemeine Infos zu Salicornia.

 

www.seawaterfarms.com

ist die Homepage der Farm in Eritrea.

Seawater Farms

 


 |-------------------------------10 KM--------------------------------|


 

Mangrove Mini-Forest (6 trees) $20.00

 

 



Filet of Seabass with SeaphireTM Sauce
Makes 4 servings

 


4 six ounce seabass fillets
1 ounce olive oil
Sauce:
4 ounces dry vermouth
2 tablespoons shallots, finely chopped
4 ounces cream
1/4 cup fresh SeaphireTM, chopped
1 tablespoon unsalted butter
Sauté seabass in olive oil until appropriately done. Remove from pan and keep warm.

Sauce: Simmer chopped shallots in vermouth until reduced by half. Add cream and simmer until reduced by half. In a separate pan, blanch the Seaphire for 2 ­ 3 minutes, strain, then add to cream mixture. Add the melted butter. Place in blender to puree and then strain. Season to taste and sauce bottom of plate; place fish atop.
Serve with grilled vegetables.

Makes 4 servings.

 

 


Asian SeaphireTM Salad
Makes 2 side servings.

 

 

 

2 Tbsp olive oil
6 oz. fresh SeaphireTM from Melissa's
3 oz. red cabbage, shaved
1 Tbsp pickled ginger, chopped
1 Tbsp lemon grass, chopped
3 oz. unseasoned rice vinegar
1 pat butter

Heat olive oil. Sauté Seaphire and red cabbage for one minute. Add ginger and lemon grass. Sauté for an additional 30 seconds or until the cabbage slightly wilts. Remove pan from heat and splash with rice vinegar. Add butter to finish. Serve warm.


AVOCADO SEAPHIRE
SERVES 2

Cut in half one fresh, ripe avocado
Finely chop 3 tablespoons of fresh Seaphire and loosely fill center of avocado
Sprinkle a few chopped pieces on cut edge for garnish
Fill Seaphire center with dressing and drizzle dressing over avocado
Serve with full Seaphire spike and slice of lemon on the side

Dressing: 3 tablespoons olive oil
1 tablespoon fresh lemon juice
Freshly-ground pepper
Cayenne
1 clove garlic, mashed
Mix and whisk just before serving

 

 


For more information, please call us at 1-800-845-9187 or email: products@seaphire.com
Seaphire International, Inc.
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ZDF.umwelt vom 12. August 2001
Meerwasser für ein grünes Eritrea

An der Westküste des Roten Meeres, zehn Kilometer nördlich des Hafens Massaua, zeigt sich ein ungewöhnliches Bild von Afrikas Wüsten. Überall sonst auf dem Kontinent bedroht die Wüste den Menschen, hier ist es umgekehrt: In Massaua wird die Wüste bedroht - von einem Amerikaner, der sich seinen Traum erfüllt hat.
Carl Hodges Erfolg sind grüne
Anbauflächen mitten in der Wüste.
Der Wissenschaftler und Millionär Carl Hodges aus Phoenix, Arizona, forschte 30 Jahre lang nach einer Pflanze, die in der Wüste gut gedeihen kann und nur das braucht was es hier im Überfluss gibt: Sand und Salzwasser. Schließlich fand er das Wundergewächs: Salicornia, der Meeresspargel, dessen Verwandte auch an den Küsten Deutschlands wachsen. Die Pflanze ist genügsam und vielseitig. Ihre Spitzen sind vitaminreiches Feinschmeckergemüse, aus dem Samen wird Speiseöl gewonnen, und die Stengel liefern proteinreiches Viehfutter. Und mit der Pflanze brachte Hodges auch eine neue Tierzucht in die Wüste: Bienenzucht. Noch nie gab es eine Imkerei an der Wüstenküste. Salicornia, der Meeresspargel, macht es möglich. Und neben all dem Essbaren liefert die Wüstenpflanze Seespargelstroh, der zu Brennstoff gepresst wird. Die Bauern müssen nicht mehr stundenlang von weither Holz holen, und der Wald wird geschont.

Carl Hodges hat sich in Eritrea eine Farm aufgebaut und mit dem Meeresspargel die Wüste begrünt. Der Wissenschaftler nennt den Anbau von Meeresspargel die Neuerfindung der Landwirtschaft: Statt dem knappen Süßwasser wird das unerschöpfliche Salzwasser für die Pflanzenzucht genutzt. Ein Hauptkanal bringt das Meerwasser auf Hodges 2.000 Hektar große Farm, und über Pumpstationen wird es auf die Meeresspargelfelder verteilt. Der Meeresspargel ist ein umweltschonendes Gewächs. Er reinigt die Luft und macht aus Sand allmählich Ackerboden, und braucht weder Dünge- noch Pflanzenschutzmittel. Außerdem sichert er das wirtschaftliche Überleben dieser Farm.

Die Wüste verbessern
Das Salzwasser wird auf der Farm für weitere Projekte genutzt, zum Beispiel zur Garnelenzucht. Eine Viertelmillion Garnelen in einem paar Dutzend Becken bringen schon jetzt einen Tagesumsatz von 20.000 Dollar. Geplant sind über 200 Becken und 40 Millionen Dollar Jahresumsatz mit den wohlschmeckenden Meerestieren. Einen weiteren Teil des Salzwassers verwendet Hodges für Fischteiche. Dort wird Tillapia gezüchtet - ein Edelfisch, für den Restaurants in den USA und Europa Höchstpreise zahlen.

Die Fahrt durch Carl Hodges Reich ist immer noch wenig erbauend. Ringsrum nur Wüste und trockener Sand. Doch der Wissenschaftler lässt sich davon nicht abschrecken. Hodges will die Wüste nicht bewahren - er will sie verwandeln und besser machen. Gleichzeitig hat sein Projekt einen Nutzen für Eritrea, denn seine Farm ist ein Vorbild, und die sonst so scheuen Eritreaer ziehen begeistert mit. Die Regierung schickte Baumaschinen und sogar Soldaten zum Graben der Kanäle. Die Farm ist Hoffnung für das bettelarme Eritrea. Die Wüste war tot, und nun kann sie vieles geben. Vor elf Jahren tobte genau dort, wo heute die Farm steht, eine der größten Schlachten Afrikas: Eritrea gegen Äthiopien. Die Minen ließ Hodges wegräumen, die Panzer nicht. Der Kriegsstahl soll sich im Salzwasser auflösen.

Weitreichende Pläne
Hodges verbindet Naturschutz mit Profitdenken: Er hat ein künstliches Marschland geschaffen, in dem sich schon jetzt 154 Vogelarten angesiedelt haben. Dazu lässt er eine Million Mangrovenbäume pflanzen. In fünf Jahren, wenn die Bäume groß sind, soll auf dem Gelände ein Restaurant und ein Hotel stehen. Wo einst Wüste war, sollen dann amerikanische Familien durch ein grünes Paradies paddeln.
Touristen mitten in der Wüste? Das klingt ein bisschen weit gesponnen, doch Hodges Ideen kennen keine Grenzen. Schon hat er den Plan für eine zweite Meeresspargelfarm fertig und irgendwann, so versichert er, wird Eritreas ganze Küste grün sein.

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