zum Friedemsdemo-tag am 3.Oktober 2024
gw / Gehört es nicht zu den Grundeigentümlichkeiten von Leben und Welt,
daß nichts existiert, was nicht unablässig in Bewegung wäre
- auf die immense Unerschöpflichkeit alles und aller anderen z u -
... mal vorsichtig bis stürmisch Nähe gewinnend, mal gemächlich bis fluchtartig nach bekömmlicher Distanz trachtend ...
... mal aufbegehrend gegen die Schmerzen, die da begegnen -
... mal begreifend, daß alles und alle angewiesen sind und bleiben
- auf die Erfahrung des Stoßens und Gestoßen-Werdens mit all ihren in der Fülle unauslotbaren Berührtseins-Ebenen - .
um aufmerksam zu werden und zu bleiben
für jenes nie zum Stillstand kommende Schwingen ihrer Wahrnehmung,
das keine Einlinigkeiten kennt . . .
- - - die wohl wesentlichste Grundeigentümlichkeit von Leben und kosmischem Gefüge !
--- das also auch ... keine wechselseitigen Steuerungswünsche auf der Grundlage von Erzwingungspraktiken kennt ---
... an ihnen in der Tat hängt schließlich unsere ganze Unfriedlichkeit !!!
- - - f r i e d e n dagegen wächst dort :
wo wir demütig ehren, was das, wie den anderen treibt und bewegt - und erscheine es uns aus dem einfach nur fernen Blick auf Oberflächliches als noch so verhängnissetzend ...
... und wo jeweils wir unsere Bewegung - ebenso ehrbar und ebenso irrtumsanfällig wie alle anderen auch - suchen und in nicht weniger permanenter Vorläufigkeit zu finden meinen ---
Wenn keiner seine Tür für irgendwie ´herrenhafter´ hält als die seiner näheren oder weiteren Nachbarn,
gibt es aus angemaßt umfassender ´Herausgehobenheit´ keinen Grund zu übergriffigen Knechtungen :
Entweder wir entwickeln Anregungskraft und ein wechselseitiges Gespür für gut abgestimmten Interessen- und Kräfte-Einsatz sowie -Ausballancierungen -
d a n n kann Frieden im Kleinen wie u.U. gar ganz weiträumig wachsen - -
- - oder wir meinen, wir müßten einander wie dem gesamten kosmischen Gefüge, an dem wir teihaben,
mit immer umfassenderen Hierarchsierungen ´zu Leibe rücken´ -
- d a n n, j a d a n n stürzen wir wieder und wieder alle und alles in keinerem oder größerem Ausmaß
in Unfrieden und wechselseitige Vernichtungskämpfe - - -
Nicht die Fehleinschätzungen dessen, was Krieg aus und mit Menschen, ja der Welt macht,
hemmen ein breiteres Nachdenken über geeignete Wege zu mehr Friedlichkeit ...
Uns ist das Gespür weitgehend verloren gegangen dafür,
in wie überdimensional vielen Lebenssituationen
es für uns scheinbar vor allem anderen und alles andere weit hinter sich lassed :
angeblich ums ´Kämfen´ gehe, aufs Kämpfen´ ankomme´ ...
- ´Bewegungen´ lebendig und wirksam werden zu lassen, heißt sogar da,
wo´s in Sonderheit um Frieden unter uns allen
und vor allem in den aktuell blutigsten Kriegsgebieten mit den furchtbarsten Eskalations-Potentialen gehen sollte :
´Kämpfen´ um ´Meinungs-Hegemonien´, ´die Jugend´,
´kämpfen gegen´ ... ... ... ...
Wir sind offenbar geradezu zyklisch verführbar, wieder und wieder
unzählige Mantren kämpferischer Vorteilsnahme ins Auge fassen,
die das Spiel um Machterwerb und -Verschiebung immer neu hybridisieren ,
... aus dem es endlich, endlich auszusteigen gilt ...
- und das keineswegs nur aus berechtigter Furcht vor einem atomaren Inferno riesigen Ausmaßes ... !
: sondern weil es eine mehr als jämmerliche Rolle ist,
die wir der übergroßen Fülle des Lebens auf unserem wunderbaren Planeten nur zugestehen,
wenn wir uns daran beteiligen,
diesen Reichtum in sich weiter verabsolutierenden Machtkampf-Einlinigkeiten zu veröden ... !
Demos sind keine wirklichen Ausstiegsorte ...
RUNDE-TISCH-INITIATIVEN in möglichst allen Gemeinden könnten kontinuierliche Pflanzstätten
für die jeweils lokalen Anregungskräfte sein,
die dann auch überregional etwa auf Demos gesamtgesellschaftlich zu Gehör bringen,
was im einzelnen vor Ort zu wachsen begonnen hat auf der Suche
- nach neuer ehrender Demut gegenüber dem, was andere bewegt und treibt, wie auch einen selbst - im unmittelbaren Arbeits- und Lebensbereich, in Regional-Angelegenheiten , im Weltmaßstab ...
- nach neuartiger Aufgeschlossenheit für die Entwicklung lokaler Gefüge aus lebendig -flexiblen Lösungsvernetzungen
- nach Bückenschlags-Unternehmungen in verschiedenste Bereiche und Orte
anderweitiger, gar streitiger Bedürfnisse und Bestrebungen
im Bemühen, ggf. gemeinsame Ausgleichsideen zu entwickeln - oder eben ´nur´ ein verurteilungsfreies, also wechselseitig erzwingungsfreies Nebeneinander
... Runden, in denen man sich selbst wie einander FRIEDEN BIETET ...
- keinerlei FEIND-PROJEKTIONEN ...
- keinerlei DIS-KRIMINIERUNGEN / DIS-QUALIFIZIERUNGEN ...
- nach ANREGUNGEN SUCHENDES WECHSELSEITIGES BEFRAGEN ...
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...





wie in prinzipiell allen offenen Gesprächsrunden
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